Zeit zu zweit

Eine saugute Gelegenheit, sich ausnahmsweise mal zu zweit auf Schusters Rappen zu begeben, bot der obligatorische Schul-Skikurs für Siebtklässler, zu denen unser Junior zwischenzeitlich gehört. Nachdem die Reise zur ITB im letzten Jahr etwas zu kurz geraten war, erschien uns die Möglichkeit, Berlin für insgesamt fast fünf Tage unter die Lupe nehmen zu können, genau richtig. Und während der Rabauke am frühen Sonntag morgen gemeinsam mit einer Busladung voller anderer Rabauken gen Österreich davonfuhr, traten wir die Reise nach Norden an.

Da ich im Herbst 2000 von Berlin nach Unterfranken umgezogen bin, vermisse ich von Zeit zu Zeit die Möglichkeit, eine „richtige Berliner Currywurst“ zu futtern. Aus diesem Grund würde ich niemals den Weg über die Avus nehmen, um nach Berlin zu gelangen, sondern fahre grundsätzlich am Kreuz Zehlendorf von der Autobahn herunter und nehme die Bundesstraße 1 Richtung Steglitz. Auf Höhe der Kieler Straße befindet sich in der Schloßstraße direkt neben Reichelt eine echte Institution: Seit über 60 Jahren versorgt das Team der Bratpfanne die Berliner zwar mit fettigen, aber überaus leckeren Speisen und wir kamen um kurz vor 12 Uhr Mittags genau rechtzeitig an, um nach Öffnung der Jalousien eine richtig frische Currywurst verdrücken zu können.

Mit gefüllten Bäuchen begaben wir uns anschließend zum Sofitel am Kurfürstendamm, wo wir mit einem freundlichen „Bonjour“ begrüßt wurden und als Belohnung für hohe Umsätze mit der Accor Hotelgruppe in der Vergangenheit ein Upgrade für eine Junior Suite mit der gut zu merkenden Zimmernummer 1020 erhielten. Da diese noch nicht bezugsfertig war, überbrückten wir die Wartezeit damit, das Auto im Parkhaus am Neuen Kranzler Eck (für übrigens sensationell günstige 10 Euro Parkgebühr pro Tag) abzustellen und in der Club Lounge des Hotels den schönen Ausblick bei einem Kaffee zu genießen.

Den Nachmittag verbrachten wir mit einem ausgedehnten Spaziergang über den Kurfürstendamm und seinen kleinen Seitenstraßen, in denen man noch einige Prachtbauten aus der Kaiserzeit finden kann. Abends reihten wir uns in das Heer der Berlinale-Besucher ein und folgten ihnen in den Zoo-Palast, wo wir uns mit „The Imitation Game“ zwar keinen Wettbewerbs-Film ansahen, diesen aber trotzdem für die schauspielerische Leistung der Darsteller (allen voran Benedict Cumberbatch für seine Rolle als Alan Turing) mit Preisen überschütten würden. Und ich fresse einen Besen, falls dieser mit 8 Oscars nominierte Film in ein paar Tagen nicht mindestens eine dieser begehrten Auszeichnungen erhält…

 

2 Kommentare

  1. Pass ma uff, meine kleene Frosch-Schrippe…
    Dit is obalecka und futtert man hier so, wa?
    Dit is der Clou von’t Janze!
    :-)

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