Von der Blauen Moschee ins graue München

Die Blaue Moschee (die eigentlich Sultan-Ahmed-Moschee heisst) befindet sich in Sichtweite zur Hagia Sophia und ist ein nicht weniger beeindruckendes Bauwerk – auch wenn es mit gerade mal 400 Jahren eher zu den „Youngstern“ in dieser mit alter Bausubstanz gesegneten Stadt gehört. Um die ungewöhnliche Anzahl der Minarette (es sind sechs statt der üblichen vier) rankt sich die Legende, dass der Architekt sich – angesichts eines bereits überzogenen Budgets – absichtlich verhört haben soll, als Sultan Ahmed sich eine Vergoldung für die Minarette wünschte.

Im Türkischen ähneln sich die Worte altın (Gold) und die Zahl altı (sechs) und plötzlich hatte die Moschee also sechs Minarette. Natürlich sehr viel günstiger als vier mit Blattgold überzogene. Um keinen Ärger mit dem Sultan in Mekka zu bekommen, stiftete Sultan Ahmed der wichtigeren al-Haram-Moschee ein siebtes Minarett und damit war das Gleichgewicht wieder hergestellt.

Da unser Besuch kurz vor dem Mittagsgebet stattfindet, dürfen wir nur einen kurzen Blick ins Innere der Moschee werfen und die Fotoapparate müssen im Gebetsraum auch ausgeschaltet bleiben. So gibt es die meisten Bilder nur von außen.

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