Thailands Hauptstadt im Schnelldurchlauf

Um schnell in Bangkok von A nach B zu kommen, nutzt man am besten ein Boot. Der Chao Phraya ist Bangkoks wichtigste Verkehrsader und es gibt Boote, die quasi wie Linienbusse den ganzen Tag über auf bestimmten Routen fahren und täglich unzählige Menschen befördern. Manche Boote sind mit farbigen Flaggen gekennzeichnet und die für Touristen wichtigen Farben sind blau und gelb. Die Boote mit gelber Flagge halten nicht überall, sind dafür aber schnell – die blauen sind auf Langnasen spezialisierte Boote: Es gibt englische Lautsprecher-Durchsagen und sie halten an den Bootsanlegestellen nahe der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Bangkoks.

Wir kaufen einen “One day River Pass” für 150 THB (umgerechnet ca. 3,30 €) und dürfen damit in der Zeit zwischen 09:30 Uhr und 16:00 Uhr zwischen den Anlegestellen Sathorn Pier und Phra Arthit Pier so oft hin und herfahren, wie wir möchten. Der Erlebnisfaktor und Lärmpegel an den Piers ist enorm: schnatternde Thais und Touristen allerorten, laut röhrende Bootsmotoren und Schaffner, die mit ihrem stetigen Trillerpfeifen-Geheul unterschiedliche Kommandos für die nahezu blind navigierenden Bootsführer geben. Alles geht schnell hier. Noch nicht einmal eine Minute dauert es, bis Horden von Menschen – angetrieben durch laute Rufe der Schaffner – das Boot verlassen und Platz für neue Fahrgäste geschaffen haben. Schon geht es weiter zur nächsten Bootsanlegestelle.

Wir fahren einmal flussaufwärts und lassen alles auf uns wirken, bevor wir uns den Touristenmassen anschließen und das für Bangkok übliche Programm abspulen: Königspalast, Wat Pho mit seinem liegenden Buddha, den Tempel der Morgenröte Wat Arun und natürlich China Town.

Randvoll mit Eindrücken und schmerzenden Fußsohlen steigen wir spätabends in eine Boeing 747 von Thai Airways, die uns zurück nach Deutschland bringt.

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