Tausche Socken gegen Flipflops!

Jetzt aber mal im Ernst: So haben wir uns das nicht vorgestellt! Wer will denn schon bei 11 Grad und Dauer-Nieselregen den April ausklingen lassen, wenn man noch vor 72 Stunden die Sonne auf der Haut gespürt hat und außer T-Shirt und Shorts nichts am Leib trug? Sitze mit langärmligem T-Shirt und Strickjacke, langer Hose und Strümpfen im Büro. Strümpfe?!?!

Wikipedia weiß Bescheid und gibt als Begriffserklärung folgendes bekannt: „…ein Kleidungsstück für den Fuß: ein textiler, zum Bein hin offener, am Zehenende geschlossener Schlauch, dem Winkel zwischen Fuß und Unterschenkel entsprechend vorgeformt“. Geschlossener Schlauch? Ja, nee – is’ klar… Wer’s nicht glauben mag; hier ist die Quelle zu Wikipedia

Zurück zum Thema: Wer einmal in seinem Leben eine Woche oder länger am Stück ohne Socken durch die Gegend gelaufen ist, will diese „Schläuche“ nicht mehr an seinen Füßen haben. Allenfalls noch Flipflops, die wir bislang immer als „complementary gift“ von den Hotels in Asien erhalten haben und die so wunderbar praktisch sind weil sie vor Tempeln, Eingängen zu Privathäusern und dem Spa in Sekundenschnelle aus- und wieder angezogen werden.

Apropos Spa: Im SALA hatten wir das Vergnügen, eine kostenfreie 60-minütige Massage ausprobieren zu können und uns für die Variante ohne Öl – die klassische Thai-Massage – entschieden. Im Gegensatz zur Öl-Massage, bei der man nur einen Slip (in der Regel wird ein Wegwerf-Slip angeboten, der jedoch total blöd geschnitten ist und bei falschem Griff während des Anziehens schnell zerreißt – deswegen nutze ich immer einen eigenen Bikini-Slip) trägt, wird man bei der Thai-Massage mit einem zweiteiligen „Pyjama“ ausgestattet: Als Oberteil gibt es eine kastenförmige Bluse, die man sich – weil ohne Knöpfe ausgestattet – über den Kopf ziehen muss und dann noch eine sehr weite Hose, die bei uns als 7/8-Hose durchgehen würde.

Die Thai-Massage verlangt dem Masseur einige Kraft ab da ein enormer Druck mit Daumen, Handballen, Unterarmen, Ellenbogen und sogar Knien und Füßen auf die Energielinien des „Patienten“ ausgeübt wird. Diese Druckpunkt-Massagen regen die Blutzirkulation an und auch wenn einige Streck- und Dehn-Übungen zu Beginn unangenehm erscheinen, fühlt man sich zum Schluss so gut, als wären die Knochen wieder an die richtige Stellen sortiert worden.

Die Thai-Massage im Hotel war natürlich total angenehm: Klimatisierte Räume, entspannende Musik, duftende Kerzen und eine dicke Matratze auf der Massage-Liege. Um diese Dienstleistung zu genießen, die übrigens von einem leckeren Welcome-Drink und einem abschließenden Ingwer-Tee samt Bananen-Chips eingerahmt wird, muss man jedoch auch tief in die Tasche greifen: 2.100 Thai Baht (das sind aktuell ca. 47 Euro) sind kein Pappenstiel – schon lange nicht, wenn man dieses Vergnügen öfter genießen will.

Gut also, dass es noch Alternativen gibt, die weitaus günstiger – und interessanter – sind: Für 400 Baht (entspricht ungefähr 8,90 Euro) kann man sich direkt am Strand massieren lassen. Hier gibt es zwar keine Musik geschweige denn Duftkerzen und auch die Massage-Unterlage ist nur ungefähr halb so dick – dafür ist das Erlebnis, unter Palmen bei vom Meer kommenden Wind samt Meeresrauschen massiert zu werden, einfach nicht zu toppen. Gratis dazu gibt es Kommunikation mit Masseurinnen, die der englischen Sprache zwar oftmals nicht mächtig sind, sich aber trotzdem „mit Händen und Füßen“ und lachenden Augen verständlich machen können.

Mein Rücken fühlt sich irgendwie ganz verspannt an weil ich seit fast 3 Tagen keine Massage mehr hatte… Ich muss doch irgendwo noch den Gutschein für eine Massage haben, den ich kurz nach Eröffnung der heimischen Thai Massage Bude hier in Hammelburg geschenkt bekommen hatte? Den muss ich gleich mal suchen. Und einen Termin ausmachen. Jetzt!

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