Startschuss zum Hellas-Inselhopping

Nachdem uns die letzten Sommer- und Winterurlaube stets nach Asien geführt hatten, musste ich vor einem dreiviertel Jahr per Indianer-Ehrenwort versprechen, den Sommerurlaub 2014 in Europa verbringen zu wollen. Natürlich hing mein sehnsüchtiger Blick auf der Anzeigetafel des Frankfurter Flughafens an Fernzielen wie Bangkok, Singapur oder Kuala Lumpur – aber Versprechen sind dazu da, eingehalten zu werden (und außerdem sind es bis zur nächsten Asien-Reise ja nur noch ein paar Monate hin…).

Nachdem also das „Mädchen-Auto“ auf der schon bekannten „Mädchen-Parkebene“ abgestellt worden war, ging es nach einem kurzen Abstecher in die Lufthansa-Lounge mit Blick auf das Rollfeld auch schon zum Gate B22, wo der Flieger nach Athen abgefertigt wurde, mit dem wir fast drei Stunden später bei doppelt so hohen Temperaturen wie in Deutschland landeten.

Das Abenteuer Hellas-Inselhopping kann also beginnen: Wir starten diesen „Kult(o)urlaub“ in der Hauptstadt bevor wir nach Santorini, Rhodos und Kreta weiterreisen und erst in knapp drei Wochen über Athen die Heimreise antreten. Der Flughafen in Athen ist zwar neues Terrain für uns, aber dank guter Ausschilderung finden wir schnell den Weg zum Ticketschalter der Metro, die über insgesamt drei Linien (blau, rot und grün) verfügt. Wer einen Athen-Aufenthalt von unter 48 Stunden plant, kann ein vergünstigtes Ticket für den Hin- und Rückweg zum Flughafen für 12 Euro pro erwachsener Nase erwerben. Wichtig ist, dass die Tickets an dafür vorgesehenen Stempelmaschinen vor Antritt der Fahrt entwertet werden. Wer das nicht tut, muss mit einer saftigen Strafe mit bis zum 60-fachen des eigentlichen Fahrpreises rechnen.

Über unser Hotel, dem Novotel Athens gibt es zu berichten, dass die Zimmer relativ abgewohnt wirken, obwohl sich scheinbar eine ganze Armada von Inneneinrichtern in der letzten Zeit am Design ausgetobt hat: Wir zählen allein im Wohnbereich unserer kleinen Suite sechs verschiedene Hölzer, die absolut nicht zueinander passen wollen, so dass die Unterkunft insgesamt eher unglücklich wirkt. Allerdings ist das Badezimmer picobello und außerdem können wir eine private Dachterrasse nutzen, die sogar mit bequemen Liegestühlen ausgestattet ist.

Nach einem Streifzug durch die nähere Umgebung des Hotels folgen wir einem Tipp der Concierges und finden, versteckt in einer kleinen Nebenstraße, eine hauptsächlich von Athenern besuchte Taverne. Dort gibt es neben den uns bekannten griechischen Speisen auch etwas gruselige Dinge, etwa am Spieß gegrillte Hammelköpfe, die wir aus purer Feigheit links liegen lassen und lieber die Klassiker Gyros sowie Souvlaki bestellen. Nach dem frühen Abendessen treten wir die Hotelheimreise an und laden mit einem griechischen Rotwein aus dem Supermarkt auf unserer Dachterrasse und pflegen bei einem Blick in die sternenklare Nacht den nicht vorhandenen Jetlag ;-)

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