Songkran

Ein klatschnasser Spass erwartete uns gleich am ersten Tag nach unserer Ankunft auf Phuket: Vom 13. bis 15. April sollte das Songkran-Fest gefeiert werden. Hierbei handelt es sich um das thailändische Neujahrsfest, was ursprünglich zum Zeitpunkt der Tag- und Nachtgleiche im März gefeiert wurde, zwischenzeitlich jedoch auf den fixen Termin im April festgelegt wurde. Der Begriff “Songkran” stammt aus dem Sanskrit und stellt den Eintritt der Sonne in das Tierkreiszeichen Widder dar.

Verglichen mit unserem Frühjahrsputz unterziehen die Thais am Vorabend des Festes ihre Häuser einer Generalreinigung und bringen sie auf Vordermann. Gemeinsam mit der Familie begibt man sich am Vormittag des ersten der drei Feiertage in einen Tempel, um dort zu beten und Reis, Blumen sowie Früchte zu opfern. Außerdem werden alle im Tempel zu findenden Buddha-Statuen an Kopf und Schultern mit Wasser übergossen, was mit Jasmin-Blüten versetzt wurde und deshalb besonders gut duftet. Ältere Familienmitglieder werden an diesen Tagen gern als Zeichen des Respekts besucht – ihnen übergießt man die Hände mit dem Duftwasser. Diese symbolischen Reinigungen stehen im übertragenen Sinne für die Reinigung der Seelen und Erneuerung zu Beginn eines neuen Jahres. Allgemein glaubt man, dass die Menge des zu verschüttenden Wassers die Regenmenge der kommenden 12 Monate darstellt und so die Ernte beeinflusst. Bedeutet im Umkehrschluss: Nicht kleckern, sondern klotzen! Je mehr Wasser, desto besser die Reisernte!

Direkt nach einem besonders leckeren Frühstück (dazu später an anderer Stelle mehr) wanderten viele Angestellte in einer Art Prozession durch die Hotel-Anlage, bemalten die Gesichter aller Entgegenkommenden mit einer Paste aus Talkum-Puder und Wasser und spritzten sie unter freudigem Geschrei aller Beteiligten ordentlich nass. Niemand blieb davon verschont und so entstand bald eine ordentliche Wasserschlacht, die Menschen unterschiedlichster Herkunft in nur wenigen Minuten in eine Schar ausgelassener Kinder verwandelte und ich war froh, in weiser Voraussicht die wasserfeste Kamera eingepackt zu haben.

Gegen Abend wurde ein spezielles Songkran-Buffet aufgebaut, welches wir uns nicht entgehen lassen wollten und was auch ausgesprochen lecker war, obwohl der Preis mit 1.300 Thai Baht pro Person (entspricht ca. 29,00 €) für hiesige Verhältnisse nicht gerade als günstig bezeichnet werden kann. Zum Vergleich: Gebratener Reis mit Hühnchen oder das von mir so geliebte Green Curry sind wenige Meter neben dem Hotel im Strandlokal bereits für 100 bzw. 200 Baht zu bekommen.

1 Kommentare

  1. Ich wette der Familienspross hat das fröhliche Nass auch ausgiebig seinen Erziehungsberechtigten zukommen lassen. ;-) Ich hätte es ebenso gemacht.
    Wo hab ich eigentlich meine orange Wasserpistole verstaut? Ich glaube ich sollte wieder mal Zielübungen machen. x-D

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