Rien ne vas plus

Mittlerweile mache ich mir echt Gedanken… Verfolge mit tiefer werdenden Sorgenfalten auf der Stirn nun schon seit Tagen die (inter-)nationalen Nachrichten und diverse Threads in Vielflieger-Foren, die sich mit den Auswirkungen der Aschewolke befassen. Gleichzeitig ärgere ich mich klotzig über die Berichterstattung von Tagesthemen, Spiegel & Co. – denn dort ist fast ausschließlich die Rede von Menschen, die auf europäischen Flughäfen fest sitzen und teilweise (angesichts fehlender Visa) noch nicht einmal den Airport verlassen dürfen.

Keine Frage – diese Situation ist für alle Betroffenen extrem belastend und zerrt sicherlich an den Nerven. Ich würde mir jedoch wünschen, dass auch die Lage derer beleuchtet wird, die gern zurück nach Hause wollen oder müssen. Ich habe in den letzten 24 Stunden mit Schweizern, Franzosen und Tschechen gesprochen, die ihre Flüge nicht antreten können und von den Flug- und Reisegesellschaften mehr oder weniger im Unklaren darüber gelassen werden, was weiter passieren wird. Natürlich kann zum augenblicklichen Zeitpunkt niemand absehen, wann die metallenen Vögel wieder in der Luft sind – aber muss man die Rückreisenden denn auch hinsichtlich ihrer Unterbringung im Regen stehen lassen? Nicht jeder „handelsübliche“ Tourist ist in der Lage, sich mal eben so auf die Schnelle ein Hotelzimmer auf unbestimmte Zeit zu reservieren – weder sprachlich, noch finanziell…

Ich bin gespannt, wie es weiter geht und überlege, mir in Singapur (dahin komme ich auf jeden Fall) und auch für meinen Umsteigeflughafen Bangkok vorsorglich ein Hotelzimmer zu buchen, welches im Bedarfsfall kostenfrei storniert werden kann. Denn eines ist jetzt schon sicher: Bis der Flugverkehr wieder einigermaßen reibungslos läuft, werden Tage vergehen. Tage, an denen zuerst die Menschen transportiert werden, die seit Beginn des Vulkanausbruchs betroffen sind. Und ob ich dann schon zum von mir geplanten Rückreise-Termin „an der Reihe bin“ (noch dazu mit einem Meilen-Ticket), könnte mit jedem weiteren Tag des Flugverbots unwahrscheinlicher werden.

Also insgesamt eine sehr interessante Situation. Und vielleicht meine nächste Herausforderung, deren Fragestellung lautet: Wie schlägt man sich von Singapur bzw. Bangkok nach Hause durch? Immerhin sind das ca. 10.000 bzw. 8.800 km Luftlinie. Eventuell sollte ich es mit einem Kreuzfahrtschiff versuchen :-)

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