Phang Nga Bay und die Löffel-Liste

Für Cineasten gehört der Trip zur Phang Nga Bay zum absoluten Pflichtprogramm: Roger Moore drehte hier zusammen mit Christopher Lee Teile des James Bond-Streifens “Der Mann mit dem goldenen Colt”, Pierce Brosnan wurde viele Jahre später ebenfalls alias James Bond bei Dreharbeiten zum Film “Der Morgen stirbt nie” hier gesehen und auch die verrückten Jungs aus Hangover 2 machten von Bangkok aus einen Abstecher nach Phuket, um von hier aus die Kinowelt zu begeistern.

Mittlerweile zum UNESCO Weltkulturerbe gehörend, gehört die Phang Nga Bay und der gleichnamige Nationalpark zu einem der schönsten Fleckchen Erde, die man sich vorstellen kann. In der bizarren Landschaft mit mehr als 100 Kalkstein-Inseln, weitläufigen Mangroven-Wäldern und unzähligen Grotten kann man spannende Dinge entdecken. Wir mieten mit Hilfe unseres Fahrers und Dolmetschers Mr. Beckhame ein Longtail-Boot, weil wir auf das Gedränge der großen Ausflugsboote keine Lust haben und so unabhängiger sind.

Vorgewarnt durch mehrere Tripadvisor-Berichte, die von Menschenmassen an den Top Spots der Bucht erzählten, schauen wir die berühmte Felsnadel nur aus der Ferne an und verzichten auf einen Landgang mit Souvenir-Einkauf. Stattdessen lassen wir uns knapp 3 Stunden durch das teilweise nur wenige Meter tiefe Wasser schippern und von unserem Bootsführer ein paar eindrucksvolle Grotten zeigen, deren Wände teilweise mit 3.000 Jahre alten Felsmalereien verziert sind.

Der vorab geplante Stop für ein Mittagessen auf Sea Gypsy Island entpuppt sich als echter Flopp: Das laut Internet 300 Jahre alte Dorf ist auf Stelzen im Meer gebaut und wurde als sehenswert angepriesen. Die Bewohner sind allesamt muslimisch und leben mittlerweile fast ausschließlich vom Verkauf von Souvenirs sowie von den großen Reisegruppen, die hier in Scharen von den Booten ausgespuckt werden und zu Mittag essen möchten. Wir fühlen uns mit Betreten des Bootsanlegers augenblicklich unwohl. Von der sonst allgegenwärtigen Freundlichkeit der Thais ist hier überhaupt nichts zu spüren – im Gegenteil: Wir empfinden die aufdringlichen Meeres-Zigeuner als sehr unfreundlich, lassen unser Mittagessen sausen und sehen zu, dass wir Land, äh’ Meer gewinnen.

Abends beim Glas Wein hat irgendjemand von uns die Idee, eine Löffel-Liste (= Dinge, die man tun sollte, bevor man den Löffel abgibt) für zukünftige Reisen zu erstellen. Es gibt noch soooo viele Dinge, die entdeckt werden wollen und wir schaffen es sogar auf 3 Gemeinsamkeiten bei unseren unabhängig voneinander hingekritzelten Listen ;-)

Seine Liste:

  • Paris
  • Museum in Schweinfurt
  • Wien
  • Kenia
  • Moskau (Kreml, U-Bahn)
  • St. Petersburg (wegen der Geschichte)
  • Australien
  • Mexiko
  • Dubrovnik (wegen der Altstadt)
  • USA – Westküste
  • USA – Ostküste
  • Bangkok
  • Südsee-Kreuzfahrt
  • Norwegen (Fjorde)
  • Indien
  • Ägypten

Meine Liste:

  • Malediven
  • Berlin
  • Bali
  • Süd-Amerika (Westen)
  • Indien (wegen des Taj Mahals)
  • Las Vegas
  • Kenia (mit Safari)
  • Orient Express
  • Südafrika (Garten Route) mit dem Mietwagen
  • New York
  • Vietnam
  • Sri Lanka (Ayurveda-Kur)
  • Kambodscha (wegen des Angkor Wat)
  • London (Wochenend-Trip)
  • St. Petersburg (Kreuzfahrt zu den weißen Nächten)

Titelfoto: nicky…/photocase.com

1 Kommentare

  1. Wenn mich mein Einmaleins nicht arg täuscht, rechne ich hoch, dass demnächst das wilde Kenia erforscht, St. Petersburg bestaunt oder das heisse Indien bereist wird. Wetten werden noch bis Ende Mai angenommen… ;-)
    Romantisch könnte ich mir den spätherbstlichen Indian Summer vorstellen, und New York City wäre auch gleich um die Ecke.

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