Paradies für Architekturfans – Teil II

In Prag gibt es Kirchen wie anderswo Sand am Meer. Auf unserer „must see-Liste“ stand nur eine – nämlich der Veitsdom. Alle anderen lagen bei unseren Streifzügen durch die Stadt auf dem Weg und im Gegensatz zu unseren heimischen Kirchen haben wir keine einzige verschlossen vorgefunden.

Der erste Kirchenbesuch fand gleich am Tag unserer Ankunft in Prag statt. Die St.-Nikolaus-Kirche am Altstädter Ring hat noch eine Namensvetterin auf der anderen Seite der Moldau.

St.-Nikolaus-Kirche (Altstadt) – Romanisch – kostenloser Eintritt

Auf dem Weg zur Karlsbrücke überquert man den Kreuzherrenplatz, auf dem sich die gleichnamige Kreuzherrenkirche befindet, die auch unter dem Namen Kirche des Hl. Franziskus von Assisi bekannt ist und in der sich der Komponist Dvoŕák als Organist betätigte.

Kreuzherrenkirche – Barock – kostenloser Eintritt

Unterhalb der Prager Burg befindet sich die zweite St.-Nikolaus-Kirche. Dort ist ein Deckenfresko zu sehen, welches mit einer Ausdehnung von 1.500 qm als eines der größten in Europa gilt. Mozart soll die Orgel dieser Kirche bespielt haben.

St.-Nikolaus-Kirche (Kleinseite) – Hochbarock – Eintrittspreise: 70 CZK für Erwachsene, 50 CZK für Kinder

Der Veitsdom auf der Prager Burg ist eine echte Dauerbaustelle: Baubeginn war im 14. Jahrhundert, abgeschlossen wurden die Bauarbeiten jedoch erst sechs Jahrhunderte später und auch während unseres Besuchs standen an der Stirnseite des Doms Baugerüste. Hier war es unerträglich voll – allein die Menschenmassen im vorderen Altarraum haben uns schnell in die Flucht geschlagen.

St.-Veits-Dom – Gotik – Eintrittspreise: 250 CZK für Erwachsene, 125 CZK für Kinder

Die St.-Jakob-Kirche in der Altstadt stammt ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert, fiel jedoch ganze drei Mal den Flammen zum Opfer. Die heutige Form ist aus dem 17. Jahrhundert. Hier hat der Oberste Böhmische Kanzler, Wratislaw von Mitrovitz, seit 1721 seine letzte Ruhestätte und turnt der Sage nach manchmal als Geist durch die Sakristei.

St.-Jakob-Kirche – Barock – kostenloser Eintritt

Die Kirche St. Maria Schnee ist ein ehemaliges Karmelitenkloster und befindet sich ganz in der Nähe vom Wenzelsplatz. Der Name bezieht sich auf eine Marienlegende, nach der im Jahre 325 einem Römer die Jungfrau Maria im Traum erschien und den Bau einer Kirche an einer Stelle forderte, an der am anderen Morgen Schnee liegen würde. Der Römer traute seinen Augen kaum, als er am nächsten Augustmorgen tatsächlich Schnee auf einem der sieben Hügel Roms liegen sah.

Kirche St. Maria Schnee – Gotik – kostenloser Eintritt

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