Morgens auf dem Markt in Ubud

Heute früh – ich war entgegen meiner normalen Gewohnheiten schon um halb 8 auf den Beinen – habe ich mich zu Fuß auf den Weg ins Zentrum von Ubud gemacht. Unbewusst war das genau der richtige Zeitpunkt, um Schulkinder auf ihrem Weg in die „Sekolah“ zu beobachten und den Markttreibenden bei ihren morgendlich Opferungen zuzusehen, die sie in der Hoffnung auf gute Geschäfte in großer Vielzahl darbieten.

Im Gegensatz zu früheren Reisen nach Bali erlebe ich dieses Mal etwas völlig Neues: Während Touristen-Gruppen oder -Paare ständig aufgefordert werden, ein Taxi zu benutzen oder irgendwelchen Tinnef zu kaufen, werde ich damit fast gar nicht behelligt. Vielmehr scheint man vorrangig daran interessiert zu sein, mit mir ins Gespräch zu kommen. Warum, weiss ich nicht – aber ich finde es toll!

So kam es dann auch, dass ich mit der oben im Bild gezeigten Dame auf einer der schmutzigsten Treppenstufen sitzend einen widerlich süßen (und trotzdem sensationell leckeren) Tee trinken durfte, während wir uns unter Zuhilfenahme sämtlicher Extremitäten unterhalten haben und sie mir „meine“ persönliche Opfergabe (die ganz oben auf dem Tablett) zusammengestellt hat. Mit drei geschenkten Räucherstäbchen bin ich dann seelig und winkend von dannen gezogen…

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