M wie Matara

Matara ist die südlichste Stadt Sri Lankas und hier ist – im Gegensatz zu dem verschlafenen Ort rund um das Sithnara – richtig was los. Trotz der nur knapp 50.000 Einwohner gehört Matara zu den wichtigsten Wirtschaftszentren des Landes – die Coastal Line der Sri Lanka Railways führt von der Hauptstadt Colombo über Galle bis zur Endstation in Matara.

Wer sich hier in ein Ruderboot setzt und den Kompass gen Süden ausrichtet, erreicht erst nach knapp 10.000 km wieder Land und befindet sich in der Antarktis. Wir könnten die Küstenlinie entlang schippern und würden Matara nach etwa zehn Kilometern erreichen, nehmen aber doch lieber das Tuk Tuk.

Wir besuchen den Parevi Dupatha Tempel, der sich auf einer vorgelagerten Insel befindet, die man über eine Schrägseilbrücke erreicht (übrigens eine sehr wackelige Angelegenheit). Neben zahlreichen Buddhas ist eine goldene Nachbildung des Fußabdrucks zu sehen, der im Original auf Adam’s Peak – einem über 2.000 Meter hohen Berg auf Sri Lanka – zu sehen ist. Der Fußabdruck wird in einer Glasvitrine aufbewahrt, die aufgrund der vielen Fingerabdrücke völlig angeschmackt ist. Eigentlich wollte ich davon kein Foto davon machen, änderte aber schnell meine Meinung, als mich unser Fahrer fassungslos anschaute…

Weitere Sehenswürdigkeiten von Matara sind das sternenförmige Fort, eine von den Holländern erbaute Kirche sowie etliche Tempel. Da wir ein ähnliches Programm aber schon in Galle hinter uns gebracht hatten, entschieden wir uns für einen unserem Begleiter langweilig erscheinenden Besuch des Marktes.

Ich nehme an, dass es anders herum ähnlich wäre und unser singhalesischer Begleiter einen Supermarkt-Besuch in Europa als touristisches Highlight einstufen würde – so wie wir uns nicht satt sehen können an der schlichten Präsentation von farbenfrohen Gewürzen, exotischem Gemüse und Alltagsgegenständen wie z.B. WC-Reiniger, der im selben Regal direkt neben dem Salatöl zu finden ist.

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