Leckere Zungenbrecher

„Oh’… das sieht ja richtig lecker aus! Was ist das?“ will der stets neugierige Junior wissen. Und da selbst zu fragen zur Zeit offenbar uncool ist, muss ich mich wieder mal opfern und die Verkäuferin lächelt verschmitzt, als sie mich aufgefordert, das Gehörte zu wiederholen. „Trr… nee, nochmal. Trrrrtt… ach’ Quatsch. Trrrrttl… klappt nicht.“

Per Computertastatur lässt sich das ganz einfach wiedergeben: Trdelník heißen diese leckeren, süßen Stockbrote – die Kurzversion Trdlo ist ebenfalls ein Zungenbrecher und die Aussprache für unsere Gaumen eher ungeeignet. Dahinter verbirgt sich Hefeteig, der zu einem fingerdicken Strang geformt wird und anschließend um eine Rolle aus Holz oder Edelstahl gewickelt wird. Über rotglühenden Kohlen drehend wird so ein Trdlo dann innerhalb weniger Minuten goldgelb gebacken, anschließend in einer Mischung aus Zucker, Mandeln und Zimt gewälzt und am besten ganz frisch gegessen.

Es gibt unzählige Stände in Prag, die dieses leckere Gebäck verkaufen und ich vermute, dass es eine Art „Ober-Trdlo“ geben muss: Egal, auf welcher Seite der Moldau – überall kostet das Zeug 60 Kronen, umgerechnet gut 2 Euro.

2 Kommentare

  1. Das froschbroetchen wird allein vom Lesen schon dicker und bald nicht mehr auf dem großen Seerosenblatt im Tümpel hinterm Haus sonnenbaden können, weil es dann nicht mehr tragfähig ist.

    • Keine Sorge! Wenn das froschbroetchen ebenso neugierig und so viel wie wir durch die Stadt läuft bzw. hüpft, kann es gar nicht dicker werden. Und bei akutem Handlungsbedarf kann man so einen Trdlo auch ohne Zuckerschicht bekommen ;-)

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