K wie Koriander-Tee statt Kaffee

Wer sich als „Kaffeejunkie“ bezeichnet, wird unter Umständen zweimal überlegen, ob eine Ayurveda-Reise das Richtige ist: Angeblich gibt es in keinem einzigen Resort, welches ernsthafte Kuren anbietet, dieses munter machende Getränk. Nicht zum Frühstück, nicht am Nachmittag und auch nicht nach dem Mittag- oder Abendessen. Kaffee ist in Ayurveda-Resorts ganz einfach nicht existent und wer die vorsichtige Frage danach stellt, wird verständnislos angeguckt.

Stattdessen gibt es Koriander-Tee. Einen Sud aus Koriandersamen, der 15 Minuten lang ziehen muss, bevor er serviert wird. Wer dieses Gebräu unbedingt einmal ausprobieren möchte, kann anstelle der relativ schwer erhältlichen Samen auch Koriandergrün verwenden. Ich für meinen Teil belasse es lieber dabei, das frische Gewürz zum verfeinern asiatischer Speisen zu verwenden – als Tee schmeckt mir Koriander überhaupt nicht und auch seine positiven Eigenschaften (entgiftend, antibiotisch, antioxidant) machen ihn mir nicht schmackhafter.

Der (übrigens bei allen Resort-Mitbewohnern) viel beliebtere Kaffee wird laut Ayurveda-Lehre als stimulierende Droge angesehen und löst ein Ungleichgewicht der beiden Doshas Vata und Pitta aus. Zu den Auswirkungen gehören Säureüberschuss im Magen, Nervosität und innere Unruhe bis hin zur Schlaflosigkeit. Außerdem unterstützt der Genuss von Kaffee Störungen des Blutzuckerhaushalts, so dass entzündliche Prozesse begünstigt werden und sogar chronisch verlaufen können.

Da mein täglicher Verbrauch an Nespresso-Kapseln vor der Reise nach Sri Lanka die persönliche (Best-)Marke von fünf bis sechs Kapseln überschritten und ich auch während der langen Anreise immer wieder zu Kaffee gegriffen hatte, war die Entwöhnung natürlich besonders schwer und wurde mit tagelangem Kopfschmerz quittiert…

1 Kommentare

  1. Ähnlich sehe ich das bei Limonaden, denen i.d.R. Zitronensäure und Kohlensäure zugesetzt werden. Kann für keinen Magen gesund sein. Und dann noch die Frage nach Zucker oder Süßstoff, beides ungesund. Also doch lieber Tee und Wasser, wo wir ja wieder bei der Ayurveda wären. :-)

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