Im Taxi mit einem Beckham-Fan

Gestern Abend wurden wir von Mr. Beckhame in seinem blitzsauberen und bequemen Taxi chauffiert. Eigentlich heisst Mr. Beckhame anders – aber wie so viele Thais hat auch er sich einen “Künstlernamen” ausgedacht, der für Touristen leichter auszusprechen und zu merken ist. Bei der Namenswahl hat seine Fußball-Leidenschaft eine große Rolle gespielt: Da er seit langer Zeit Fan von Manchester United und ganz besonders von David Beckham ist, hat er sich auch gleich nach seinem Idol benannt. Naja, fast… irgendwie hat er ein “e” im Nachnamen zuviel, was für ihn aber gar nicht hinderlich ist. Im Gegenteil: Mit einem falsch geschriebenen Namen und jeder Menge Fanartikeln im und am Auto kommt man halt leicht ins Gespräch.

Und da Mr. Beckhame überaus geschäftstüchtig ist, steigen wir nach unserem Besuch auf dem Nachtmarkt mit einer Verabredung für den nächsten Morgen aus seinem Auto: Sightseeing ist angesagt und das wird – auf den letzten Phuket-Metern – auch Zeit: Wir haben neben dem Flughafen, unseren Hotels sowie einigen Apotheken noch nicht sehr viel gesehen…

Den ersten Halt legen wir am wichtigsten der knapp 30 Tempel auf Phuket ein – dem Wat Chalong. Viele Thais pilgern teilweise von weit her an diesen Ort, da einer der hier in der Vergangenheit lebenden Mönche über Heilkräfte verfügt haben soll, die sich von Zeit zu Zeit immer noch in Wunderheilungen manifestieren. Hier ist es laut: Alle paar Minuten sind laute Explosionen von Feuerwerkskörpern zu hören, die in großen Mengen von Gläubigen gekauft und einem “Brennmeister” übergeben werden, der diese dann in einer Art “Hochofen” anzündet. Die Böller werden immer dann als Zeichen der Dankbarkeit entzündet, wenn ein sehr großer Wunsch erfüllt wurde. Durch die schwefelduftgeschwängerte Luft machen wir uns nach einer guten Stunde wieder mit Mr. Beckhame auf zu unserem nächsten Ziel – dem Big Buddha.

Der ist schon von weitem auszumachen; tront er doch auf dem 400 Meter hohen Nakkerd-Hügel über Chalong und ist beachtliche 45 Meter hoch. Die Marmorstatue ist noch ziemlich jung: Durch Spenden finanziert, wurde sie zwischen 2004 und 2008 erbaut und momentan wird immer noch fleissig am Sockel gewerkelt. Gelegenheit für uns, gegen eine Spende von ein paar Baht eine Marmorkachel zu kaufen und zu beschriften. Diese wird dann später von den Bauarbeitern am Sockel angebracht.

Der Weg hierher lohnt sich gleich in mehrfacher Hinsicht: Wegen der Mittagshitze sind nur wenige Touristen unterwegs und so ist das Klingeln der unzähligen Gebetsglöckchen, die in den Bäumen aufgehängt sind, im leichten Wind ständig zu hören. Die Sicht auf die Chalong Bucht und nach Kata Beach ist von hier oben atemberaubend und da es ziemlich klar ist, kann man sogar einige der im Süden vorgelagerten Inseln ausmachen. Neben dem Big Buddha aus Marmor gibt es noch eine kleinere Messing-Ausgabe, die 12 Meter hoch ist und beachtliche 22 Tonnen auf die Waage bringt.

Der Nachmittag naht, und damit ein morgens vereinbarter Termin im Spa-Bereich des Zolitude. Und so verabschiedet sich Mr. Beckhame von uns – allerdings nicht, ohne eine weitere Verabredung für den nächsten Tag ausgemacht zu haben. Unser Ziel wird die Phang Nga Bucht sein, die wir eigentlich schon vom Aleenta aus erkunden wollten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.