Heiligabend im Morgenland

Nach einem turbulenten Jahr mit Auflösung der alten Single-Wohnung, doppeltem Büro-Umzug und umfangreichen Bauarbeiten am neuen Haus steht uns nicht unbedingt der Sinn nach Langstreckenflügen und selbst organisiertem Reiseverlauf. Wir wollen ganz einfach nur in der Wärme abhängen und die soll möglichst schnell erreichbar sein.

Da kommt uns Ende November ein Last Minute-Angebot von Phoenix gerade recht: 2 Wochen All Inclusive-Urlaub im erst kürzlich eröffneten Hilton Nubian Resort in Marsa Alam. Dazu eine relativ humane Abflugzeit von 07:05 Uhr ab Düsseldorf, wo wir am Vorabend hinreisen und im Maritim ein Park & Sleep & Fly-Angebot nutzen. Das sollte man viel öfter machen – vor allen Dingen bei Flugreisen, die bei unberechenbarem Winterwetter und/oder zu „unchristlichen“ Uhrzeiten starten.

Da wir unsere Koffer bereits beim Vorabend-Checkin gegen Austausch von Bordkarten abgegeben haben, können wir morgens ganz entspannt frühstücken und die wenigen Meter vom Hotel bis ins Flughafen-Gebäude ohne dicke Winterjacke (dafür aber mit klappernden Zähnen) zurücklegen.

Der SunExpress-Charterflug ist komplett ausgebucht und die Flugbegleiterinnen zeichnen sich durch überirdische Arroganz bei gleichzeitig unterirdischem Servicebemühen aus. Mir kommen ähnliche Erlebnisse in den Sinn, die schon einige Jahre zurückliegen und ich schreibe gedanklich eine Notiz an mich selbst, diesen Carrier in Zukunft zu meiden.

Die Einreise nach Ägypten am Mini-Flughafen von Marsa Alam verläuft schnell und unproblematisch. Kurze Zeit später brausen wir in einem kleinen Minibus durch die Mondlandschaft am Roten Meer, die sich durch nichts von den Gegenden rund um die Touristenhochburgen Hurghada oder Sharm el Sheikh unterscheidet, die ich vor Jahren besucht habe. Heutzutage scheinen die Müllberge am Straßenrand jedoch noch größer zu sein als damals. Davon – und von der aktuell politischen und wirtschaftlich angespannten Lage – bekommt man als All Inclusive-Tourist jedoch nur wenig mit. Einmal im Hotel angekommen, verkleinert sich der Aktionsradius nach dem Check-In für die meisten Gäste auf dramatische Weise…

Wir beziehen unser Familienzimmer – bestehend aus 2 Doppelzimmern, die durch eine Verbindungstür getrennt sind. Nacheinander richten wir die Kinder- sowie Erwachsenenreiche ein, die für die nächsten 14 Nächte unser zuhause sein werden. Der Drängelei und Quengelei des Juniors nachgebend, nehmen wir ein schnelles Abendessen ein, bevor endlich (durch den Zeitunterschied eigentlich viel zu früh) die heiß ersehnte Bescherung stattfindet, die bei sternenklarem Himmel und angenehmen Temperaturen von einem Glas Rotwein begleitet wird.

1 Kommentare

  1. Das froschbroetchen findet trockene und heiße Länder wie Ägypten nicht so angenehm. Andererseits bei einer so großen Poollandschaft hätte es sicher seine wahre Freude gehabt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.