H wie Hotelsuche

Ich berichtete ja bereits von der Herausforderung, diese Reise wie gewohnt selbst zu organisieren und direkt eine Buchung im Hotel vorzunehmen. Weder hatte ich eine Ahnung davon, auf was ich hinsichtlich des Ayurveda-Angebots achten muss, noch welche Hotelgröße ich wählen sollte. Das Angebot war riesig und teilweise sehr verwirrend:

Da ist die Rede von traditionellem Ayurveda, von authentischem Ayurveda oder auch von Wellness-Ayurveda. Und während die Einen 2-wöchige Panchakarma-Kuren anbieten, fangen die Anderen unter einem 3-wöchigem Aufenthalt gar nicht erst an. Ayurveda boomt (auch in Deutschland) und es lässt sich viel Geld damit verdienen. So viel Geld, dass mir nach einem Blick in die Preislisten von einigen Hotels in Deutschland, der Schweiz und Österreich schnell klar war, dass ich eine derartige Summe auch in Indien oder Sri Lanka ausgeben kann – mit dem netten Nebeneffekt, den Horizont erweitert und ein neues Land und seine Leute kennen gelernt zu haben.

Eine große Faszination geht sei einigen Jahren von Indien aus und wir haben uns bisher noch nicht auf dieses Abenteuer eingelassen, da dieses Land für Kinder ein höheres Infektionsrisiko darstellt als in anderen Teilen Asiens. Außerdem sind wir davon überzeugt, dass der Junior die Flut von bestimmt nicht immer angenehmen Eindrücken besser verarbeiten wird, wenn er etwas älter ist. Also eigentlich eine gute Gelegenheit für mich, den Subkontinent erst einmal allein unter die Lupe zu nehmen.

Ungefähr eine Fantastilliarde Webseiten wurden angeklickt, Dutzende Hotel-Prospekte und Ayurveda-Broschüren herunter geladen und durchgeblättert, viele Browser-Lesezeichen gesetzt und wieder verworfen – so richtig wollte sich aber nichts finden lassen: In Indien sind die Ayurveda-Hotels eher groß und dafür die Zimmer mickrig klein. Und dunkel. Keine gute Kombination, wie ich finde. Ich fand nur ein Resort, was eine Ausnahme bildete: Das mit nur 13 Zimmern sehr kleine Erandia Marari liegt direkt an einem der schönsten Strände von Kerala und ich fand es ungefähr zeitgleich wie auch den auf Ayurveda spezialisierten Reiseanbieter Neue Wege.

Finden und verlieren gehört manchmal eng beisammen: Dem Glück, dieses Reisebüro gefunden zu haben, folgte gleich der Verlust des indischen Fundstücks – die Beraterin teilte mir am Telefon mit, dass das Erandia Marari jedes Jahr von Juni bis September seine Pforten für eine Sommerpause schließt. Aber es gäbe eine schöne Alternative, die ebenfalls direkt am Meer liegt und über nur elf wunderschön eingerichtete, helle Zimmer und sogar einen Pool verfügt (der gemäß ayurvedischer Lehre eigentlich nicht genutzt werden soll).

Als ich endlich realisierte, dass sich das angebotene Sithnara Ayurveda Resort gar nicht in Indien, sondern in Sri Lanka befindet, war ich schon restlos begeistert – das hat man davon, wenn man während eines Telefonats im Internet zuerst die Fotos vom angebotenen Objekt anschaut und erst später auf den Text achtet ;-)

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