Geplanter Umzug

Die Tage in unserem unfreiwillig gebuchten Ersatz-Domizil vergingen viel zu schnell und so packten wir am Ende der zweiten Reisewoche wieder einmal die Koffer. Ein nochmaliger Orts- und Hotel-Wechsel stand an – diesmal aber geplant: Im TUI-Katalog hatte ich Monate zuvor ein Hotel entdeckt, was ich bei einem Pauschal-Reiseveranstalter dieser Kategorie gar nicht vermutet hätte und was schon länger auf meiner persönlichen „Lodging-Liste“ stand. Beim Santhiya Resort & Spa handelt es sich um ein echtes Schmuckstück. Anstelle des mittlerweile auch in Thailand beliebten, nüchternen Baustils haben die Architekten diese Anlage im nordthailändischen Lanna-Stil erbaut, der für seine großartigen Holzschnitzereien berühmt ist.

Noch zu einem halbwegs vernünftigen Preis (das Haus gehört zu SLH – Small Luxury Hotels of the World – und verlangt entsprechende Preise bei Direktbuchung) konnten wir eine Seaview Pool Villa Suite für 3 Nächte mit Halbpension buchen, was auch anzuraten ist weil es auf diesem Teil der Insel kaum Möglichkeiten gibt, auswärts zu essen – dazu ist die Thong Nai Pan Bucht einfach zu ruhig. Schon die Überfahrt mit dem Speedboat war ein Erlebnis: Vorbei an kleinen, unbewohnten Inseln mit interessanten Felsformationen und anderen Resorts wurden wir in einem Affentempo nach gut einer halben Stunde schon am hoteleigenen Pier abgeliefert und bekamen zur Begrüßung eine frische Kokosnuss in die Hand gedrückt.

Unsere Villa war direkt in den Hang gebaut und so gab es über die Dächer anderer Villen hinweg einen wunderbaren Ausblick auf die Bucht wo man nach Einbruch der Dunkelheit die ein oder andere Laterne beobachten konnte, die begleitet von guten Wünschen gen Vollmond geschickt wurden. Apropos Vollmond: Koh Pha Ngan hat sich seit den 90er Jahren als Location für Full Moon Partys etabliert, bei denen sich mehrere Tausend Menschen Monat für Monat am Strand von Haad Rin im Süden der Insel zu Vollmond treffen und zu den Beats von Techno, Trance oder House (leider oftmals unter Einfluss von Drogen) feiern.

Wir bekamen von diesem Massen-Event außer dem lauten Geknatter der zahlreichen Boote mit Außenbord-Motoren, die einige Gäste zur Party hin- und wieder zurückbrachten, kaum etwas mit und machten stattdessen selbst Krach im wunderbar großen Privatpool. Und das, obwohl wir für den damals erst achtjährigen Junior eigens eine „Krachunterlassungs-Erklärung“ samt Haftungs-Ausschluss mit folgendem Inhalt unterschrieben hatten:

We agree that we will take care and supervise our children at all time while using the pool. All members of my family do so at our own risk with sole responsibility. We understand that the hotel management accepts no responsibility or liability for injury or any other unfortunate circumstances. We will instruct our children …not to swim at night time between 9pm to 6am …push, run, stand, sit, lie, climb over the banister or any other danger acts on the edge of the pool …make lound noise causing disturbance to the neighbour.

Wir haben die kurze Zeit auf dieser kleinen Insel sehr genossen und wären gerne noch ein paar Tage länger in dieser perfekten Villa mit separatem Wohnzimmer (Junior-Schlafzimmer) und riesigem Outdoor-Badezimmer geblieben. Andererseits freuten wir uns aber auch schon auf unseren Abstecher nach Bangkok, bevor wir endgültig die Heimreise antreten mussten.

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