Desa Seni: Ein tolles Refugium

Na? Kleiner Bahasa Indonesia-Kurs gefällig? “Desa” bedeutet Dorf und für “Seni” lautet die Übersetzung Kunst. Hier im Südwesten von Bali haben zwei Männer etwas unglaublich schönes entstehen lassen: Aus ganz Indonesien wurden in mühevoller Suche alte Häuser herbeigeschafft, die – liebevoll restauriert – hier wieder aufgebaut wurden und den Gästen nun als Domizil dienen. Jedes Haus ist einzigartig und wurde mit vielen großen und kleinen antiquarischen Dingen des täglichen Bedarfs dekoriert um eine möglichst authentische Situation zu schaffen.

Mein Haus – Rumah Shiva – wurde vor knapp 100 Jahren auf Java errichtet und bietet auf ca. 25 Quadratmetern Platz für 2 Personen. Ich muss gestehen, dass ich – obwohl schon seit 2 Tagen hier – ein wenig faul geworden bin und noch nicht so viele Fotos gemacht habe. Das liegt mit Sicherheit daran, dass die Augen ständig etwas Neues entdecken und ich somit gar keine Zeit habe, auf Foto-Safari zu gehen :-)

Hier legt man übrigens großen Wert auf eine ökologische und gesunde Lebensweise. Die frisch gepressten Fruchtsäfte werden nur auf Wunsch mit Palmzucker angereichert, Strohhalme sind statt aus Plastik aus Bambushölzern, Trinkwasser wird mittels Kristallen energetisch angereichert und Dosen bzw. Plastikflaschen sucht man hier vergebens. Ungefähr 90% der verbrauchten Obst- und Gemüsesorten stammen aus den eigenen Gärten, die sich zwischen den einzelnen Rumahs (Häusern) befinden und  ständig durch eine Armada freundlich lächelnder Gärtner beackert werden.

Das Brauchwasser zum Duschen und für die Toilettenspülung kommt aus einer unterirdischen Quelle, die – aufgrund der vielen Vulkane auf dieser Insel – schwefelhaltiges Wasser spendet. Verkehrte Welt: Dieses Wasser muss gekühlt werden – heiß ist es nämlich immer. Stinkt dann leider auch immer ein bisschen, aber eine kalte Dusche ist ja sowieso gesünder ;-)

Dem Öko-Aspekt folgend ist natürlich auch kein normales Wasser im Pool: Dieser wird mit Meerwasser gespeist und muss demzufolge auch nicht mit Chemikalien gereinigt werden.

Tom und Howard (die Besitzer vom Desa Seni) sind im Gegensatz zu den meisten anderen Managern ständig greifbar und immer zu einem kleinen Schwätzchen mit Gästen wie auch Angestellten bereit. Bemerkenswert ist dabei die lässige, aber auch absolut verbindliche Art, mit der hier alle ihren Job machen. Ohne Hektik und trotzdem effektiv werden hier die sonderbarsten Sonderwünsche nicht nur erfüllt, sondern sogar im voraus erahnt. Frühstücken am Pool? Kein Problem! Auf dem Rasen vor dem Rumah? Nichts leichter als das – innerhalb weniger Minuten werden Bambus-Matten ausgelegt und ein paar Yoga-Kissen darauf drapiert, so dass das morgendliche Picknick beginnen kann. Ehrlich, liebe Freunde! Ich habe lange nicht mehr so viele Menschen auf einen Haufen gesehen, die ihren Job nicht als lästige Arbeit verstehen sondern ihn wirklich gerne machen!

Hab’ ich etwas vergessen, um Euch vielleicht den nächsten Urlaub hierher zu locken?
Ah’ ja – noch eimmal zurück zu dem Gesundheits-Aspekt: Von morgens bis Abends finden im eigens dafür erreichteten Trimurti-Studio Yoga-Sessions statt und viele der hier anwesenden Gäste kommen wohl auch deswegen hierher. Neben einheimischen Yoga-Lehrern gibt es auch ständig irgendwelche bekannten “Gurus” aus anderen Ländern, die hier ihr Wissen weitergeben.

Und dann ist da noch der Spa. Im Gegensatz zu anderen Hotels werden hier aber nicht nur die klassischen Behandlungen (Bali-Massage, Body Scrub usw.) angeboten. Das Angebot geht weit darüber hinaus – von Ohrenkerzen-Behandlung bis hin zur therapeutischen Hypnose.

Titelfoto: retreatplace.com

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