Der (wilde) Westen von Mallorca

Nach einem ausgedehnten Frühstück machen wir uns auf den Weg in den Westen der Insel, genauer gesagt in die Umgebung von Artà. Die Ermita de Betlém ist eine ca. 200 Jahre alte Einsiedelei, die von einer Handvoll Mönchen bewohnt und bewirtschaftet wird. Hierher verirren sich nur wenige Touristen und tatsächlich waren wir an diesem Tag die einzigen Besucher. Leider konnte die Klosterkapelle nicht besichtigt werden – es war schlicht und einfach niemand da, der uns die Tür hätte aufsperren können.

Anstelle von Fotos der Lourdesgrotte, einem Marienheiligtum zu Ehren der Wunder von Lourdes, machte ich mich erneut auf die Jagd nach einem Foto von unserem jüngsten Reisegruppen-Mitglied. Der aber hatte sich (und das schon seit unserem Ausflug nach Rom!) in den schelmischen Kopf gesetzt, dass niemand stark genug sei, ihn jemals ablichten zu können. Bürschchen, wir sprechen uns noch…

Wenig später konnten wir doch noch eine Kerze anzünden: Die Santuari de Sant Salvador liegt südlich von Artà nahe der Stadt Felanitx und der Ursprung des heutigen Klosters reicht bis in die Zeit zurück, in der in Europa die Pest wütete und viele Menschen qualvoll sterben ließ. Aus Dankbarkeit, dass nicht alle Bewohner damals an dieser schrecklichen Krankheit starben, wurde eine kleine Kirche an dem Ort errichtet, wo das heutige Kloster mit seiner schönen Klosterkirche zu finden ist.

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