Campo Santo Teutonico

Zweiter Tag des Rom-Aufenthaltes: Wieder ein frühes Frühstück und wieder geht es zuerst per pedes in Richtung Innenstadt, bevor wir wieder den Cabrio-Bus nutzen, der uns wieder an den Rand des Petersplatzes bringt. Der Plan: Erneuter Anlauf für den Besuch des Petersdoms. Aber leider glücklicherweise ist das Wetter auch heute wieder sensationell gut und die Schlange von wartenden Menschen scheint noch länger als gestern – ob man hier wohl campieren muss, um ohne große Wartezeit in den Dom zu gelangen?

Plan B muss her und es trifft sich gut, dass wir vor der Reise im Internet recherchiert und dabei einen Ort entdeckt hatten, der ganz in der Nähe liegt: Den Campo Santo Teutonico, auch “Deutscher Friedhof” genannt. Dieser, mit hohen Mauern umgebene Friedhof liegt nur einen Steinwurf entfernt innerhalb der vatikanischen Mauern und gehört doch zum italienischen Staatsgebiet. Nur Deutsche und Österreicher erhalten Zutritt zu dieser stillen Oase, die jeden Vormittag bis 12:00 Uhr und zu Gottesdienst-Zeiten zugänglich ist. Man muss einem Schweizer Gardisten gegenüber in Deutscher Sprache erklären, wohin man möchte und erst dann wird einem der Weg gewiesen.

Die Erde dieses Friedhofs stammt aus Jerusalem und seit dem 15. Jahrhundert wurden einige Persönlichkeiten hier beerdigt, unter anderem eine Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein sowie ein Prinz aus Bayern. Angeblich kam der emeritierte Papst an diesen Ort, als er noch Leiter der Glaubenskongregation war. Wir werfen uns nach dieser schönen Verschnaufpause wieder ins Getümmel und lassen uns treiben…

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