C wie Colombo

Bei der Landung um 03:40 Uhr in Colombo auf dem Bandaranaike International Airport, dem einzigen internationalen Flughafen von Sri Lanka, bin ich hundemüde und vollgefuttert. Keine gute Kombination, um sich zu nachtschlafender Zeit die Beine am Kofferband in den Bauch zu stehen und darauf zu warten, dass das Gepäck in Empfang genommen werden kann.

Die Anreise begann am Vormittag des Vortages mit der Fahrt zu Frankfurter Flughafen, zu dem mich der Lieblings-Gatte begleitete. Dort angekommen, begann mein erster Flug mit Etihad Airways gleich mit Hektik: Ich hatte zwar genügend Zeit eingeplant, mich jedoch zum falschen Terminal chauffieren lassen und musste die SkyLine nutzen, um zum Terminal 2 zu gelangen, wo ich gleich den nächsten Blödsinn fabrizierte: Ich checkte ein und behielt meinen vierrädrigen Reisebegleiter bei mir, anstatt ihn aufzugeben und via Abu Dhabi nach Colombo durchzuchecken. Aufgefallen ist mir das erst ein paar Meter hinter der Box für die Grenzbeamten, die mich nach einem prüfenden Blick in den Pass für ausreisewürdig erachtet hatten. Also noch einmal zurück zum Anfang, und zwar schnell – mittlerweile rückte die Abflugzeit nämlich näher…

Zehn Minuten später war dieses Missgeschick auch behoben und ich konnte noch einen kurzen Stopover in der Etihad Lounge einlegen, die im Gegensatz zur Lufthansa-Version zwar sehr viel kleiner, aber auch sehr viel feiner ist. Getränke werden hier von dienstbaren Geistern serviert und das Frühstücksangebot sieht appetitlich aus.

Nach einem leckeren Cappuccino begebe ich mich zum Gate, wo das Boarding schon begonnen hat und man mir nach Ankunft im Flugzeug ein Glas Champagner servieren möchte, zu dem ich nicht nein sage (auch wenn ich das laut Ayurveda-Vorbereitungsbroschüre besser sollte – die habe ich aber zur Sicherheit erst nach meiner Rückkehr gelesen). Noch vor dem Take-Off um 11:54 Uhr findet ein angenehmes Verhör zu meinen Speisewünschen statt und ich entscheide mich für die Arabischen Vorspeisen, feine Lammkoteletts und eine sündhaft leckere Kokosnuss Panna Cotta. Irgendwo über Armenien dreht mir einer der eifrigen Flugbegleiter noch ein ziemlich perfekt gegrilltes Steak-Sandwich an und ich wundere mich zum wiederholten Male, welche Köstlichkeiten sich 10.000 Meter über dem Boden zubereiten lassen.

Beim Zwischenstop in Abu Dhabi bekomme ich in der Lounge nur ein Wasser durch den Hals, lasse mich aber auf dem Weiterflug nach Colombo von der Flugbegleiterin zu einem vegetarischen Nachtmahl überreden, wo ich – weiter oben erwähnte ich es schon – mitten in der Nacht vollgef*** [zensiert] eintraf.

Irgendwann plumpst dann endlich mein Koffer vom Band und ich werde von einem der Uhrzeit entsprechend wortkargen Fahrer des Ayurveda-Resorts in Empfang genommen, der mich in einen Van stopft, auf dessen Rückbank ich innerhalb weniger Sekunden eingeschlafen bin. So bekomme ich von der fast dreistündigen Fahrt durch Colombo südwärts nach Mirissa nichts mit.

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