Beachlife auf Santorini

Wer den klassischen Traumstrand mit feinem, weißen Sand an einer türkisblauen Bucht sucht, wird auf Santorini nicht fündig werden: Auf dieser kargen Vulkaninsel stehen Strände mit grobkörnigem, schwarzen Lavakies oder Kieselsteinen an kristallklarem Wasser hoch im Kurs.

Am Tag unserer Ankunft auf Santorini plünderten wir am späten Nachmittag einen kleinen Supermarkt und machten uns mit Weißbrot, Tsatsiki, Tomaten, Käse und einer Flasche Rotwein bewaffnet auf den Weg zum Koloumpos Beach, der sich im Nord-Osten der Insel befindet und mit dunklen Kieselsteinen jeder Größe ausgestattet ist. Hier ist es ruhig, da die meisten Besucher sich um diese Uhrzeit meistens auf die gegenüberliegende Seite der Insel an den Kraterrand begeben, um von dort aus die untergehende Sonne zu bestaunen. Wir treffen ein paar friedliche Hunde an, die sich – wohl aufgrund unseres fleischlosen Abendessens – glücklicherweise nicht für die Lebensmittel interessieren, dafür aber aufmerksame Spielgefährten beim Stöckchen-Spiel (hier alternativ mit Kieselsteinen zu spielen) sind und machen uns erst wieder auf den Rückweg, als die Sonne schon fast untergegangen war.

Am nächsten Tag sind wir mit unserem Plan, den laut Internet besten Schnorchelspot Santorinis aufzusuchen, nicht allein: Hinter der malerischen Ammoudi Bay unterhalb von Oia gibt es einen mehrere Hundert Meter langen Weg, der uns teils kletternd, teils balancierend über große Steine und alte Mauerreste zu einem kleinen Felsplateau führt. Wir verzichten darauf, in dieser Sardinenbüchsen-Atmosphäre für unsere Handtücher einen Platz zu suchen und schauen uns auf dem Rückweg noch ein wenig bei den Fisch-Tavernen um, die den „catch of the day“ unübersehbar feilbieten.

In Perissa finden wir einen belebten Strand mit schwarzem Sand uns steil abfallendem Meeresboden vor. Hier sind Strandschuhe absolut notwendig – sonst verbrennt man sich auf dem Weg vom Strandtuch bis zur Wasserkante ordentlich die Fußsohlen. Für Schnorchler ist dieser Strand eher langweilig: Fische sind nur wenige anzutreffen, allerdings ist das Wasser absolut klar und man kann bis zum Grund sehen. Der Ort ist ausgestattet mit einer hübschen Kirche (von denen es Hunderte auf Santorini zu geben scheint) sonst aber eher ein typischer Badeort mit Dutzenden von Nippes-Läden und Restaurants, wie er auch in Italien oder Spanien zu finden ist.

Ebenfalls sehr beliebt (und belebt) ist der Mesa Pigadia Beach im Süd-Westen der Insel. Da wir jedoch erst am späten Nachmittag dort eintreffen, ist der Strand mit den dunklen Kieselsteinen nahezu menschenleer und wir können die paradiesische Ruhe bis genießen, bis die Sonne hinter den Hügeln mit spannenden Gesteinsschichten untergegangen ist.

Einer der wohl belebtesten Strände ist der Kamari Beach unterhalb des Flughafens auf der Ostseite der Insel. Mit seinem schwarzen, grobkörnigen Sand geht er direkt in den feinsandigen Perivolos Beach über, der sich weiter nördlich befindet. Hier ist jede Menge los und die Wassersportmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Die Kids kommen hier voll auf ihre Kosten da sie von einem in den Fels gehauenen Plateau immer wieder ins Wasser springen und dabei akrobatische Meisterleistungen vollbringen.

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