Am Strand gibt’s Sonnenbrand…

Murphy lauert bekanntlich hinter jeder Ecke. Und manchmal geht dieser Murphy sogar mit auf Reisen. Versteckt sich heimlich im Gepäck (oder wo auch immer) und schlägt selbst dort zu, wo es gar keine Ecken gibt: Nämlich am Strand.

Nachdem alle Koffer ausgepackt waren und wir uns häuslich eingerichtet hatten, rüsteten wir uns mit Sonnenhüten, zweierlei Arten von Sonnenmilch (Kinder-Version mit SPF 50 und normaler mit SPF 30) sowie Büchern, Spielkarten und allerlei anderem Krempel aus und wanderten zum Strand. Unser Wunsch nach einem schattigen und bequemen Platz direkt am Meer wurde sofort erfüllt und wir faulenzten dort zwei Stunden, bevor sich unsere Mägen meldeten und wir einen Sonnenschirm-Platz am Strand gegen einen weiteren Sonnenschirm-Platz im Restaurant tauschten.

Da ich seit meiner Geburt über eine (ungeliebte) vornehme Blässe verfüge und meine Haut auch ohne Sonne empfindlich ist, benutzte ich – ebenso wie der Junior – die Kinder-Sonnenmilch und fühlte mich damit genauso sicher, wie mein allerliebster Reisegefährte, der sich mit der 30er-Sonnenmilch eingerieben hatte.

Murphy lauerte dem Liebsten auf und hatte seinen Auftritt ab dem frühen Abend. Das tückische am Sonnenbrand ist ja, dass man ihn erst einige Stunden nach dem Bad in der Sonne spürt. Uns “Weicheiern”, die wir uns mit dem 50er-Sonnenschutz eingerieben hatten, passierte glücklicherweise nichts und so waren es gleich 2 Krankenpfleger, die sich rund um die Uhr mit Medikamenten, Aloe Vera Gel und thailändischer Buttermilch um das Sonnenopfer kümmern konnten.

Zwei Tage später gab es einen Rückfall, der die Angelegenheit noch verschlimmerte: Des Krankenbettes überdrüssig wollte unser Patient sich an einer Kartenspiel-Partie beteiligen, die draußen auf der Terrasse unter dem schattenspendenden Vordach abgehalten wurde. Niemand von uns dachte an die Sonnen-Reflektion auf dem Wasser und Murphy nutzte diese Gelegenheit schamlos aus, so dass der Rest unseres einwöchigen Aufenthalts im Aleenta und Zimmer “Earth 407″ (fragt sich bloss, ob Himmel oder Hölle auf Erden) sich vorrangig um die Krankenpflege und ein paar wenige Outdoor-Aktivitäten nach Sonnenuntergang drehte.

Titelfoto: designritter/photocase.com

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