Alt, älter, Akrotiri!

Die hier im Bild gezeigten, geborstenen Treppenstufen sind Experten zufolge ungefähr 3.500 Jahre alt und Vorboten sowie Zeitzeugen einer Reihe von verheerenden Naturkatastrophen, die die kleine Stadt Akrotiri auf Santorini in grauer Vorzeit heimgesucht haben. Wer das alles ganz genau wissen will, schaut sich einfach bei Wikipedia zu diesem Thema um und führt sich die lange Version der Story zu Gemüte.

Die Kurzversion geht so: Die an diesem Ort lebenden Bewohner deuteten offenbar die Signale eines heftigen Erdbebens richtig und hatten anschließend noch ausreichend Zeit, sich und die wertvollsten Gegenstände in Boote zu verfrachten und über das offene Meer zu fliehen, bevor eine Reihe gewaltiger Vulkanausbrüche die Insel erschütterte und Akrotiri unter einer meterdicken Schicht aus Bimsstein verschwinden ließ.

Im Jahre 1967 entdeckte ein griechischer Archäologe als Zweiter diesen spannenden Ort, nachdem bereits 100 Jahre zuvor ein französischer Geologe auf prähistorische Mauerreste gestoßen war, die von den Fachleuten aus aller Welt jedoch als relativ unwichtig eingestuft wurden weil zeitgleich andere Entdeckungen auf Kreta bedeutender waren.

Die Ausgrabungsarbeiten dauern bis heute an und nach Auskunft einer Mitarbeiterin vor Ort ist ein Ende auch nicht abzusehen. Mittlerweile ist das Areal über 10.000 qm groß und eine Besichtigung kann auch tagsüber empfohlen werden. Durch eine mit einer dünnen Erdschicht bedeckten Überdachungskonstruktion ist die Ausgrabungsstätte gegen Witterungseinflüsse geschützt und wird gleichzeitig auf natürlichem Wege mit einem recht angenehmen Klima versorgt.

Abergläubischen Menschen sei noch gesagt, dass einige Griechen einen bösen Fluch vermuten, der auf diesem Ort lastet: Die erste Überdachungskonstruktion stürzte vor einigen Jahren ein und begrub einen Touristen unter sich. Außerdem fand der griechische Archäologe beim Einsturz einer freizulegenden Mauer in Akrotiri seinen Tod und liegt nun unweit der Ausgrabungsstätte begraben.

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